Anton Raky und Carl Engler

August Thyssen und Anton Raky - ihre Bedeutung für die Industrialisierung - Oilage

August Thyssen, einer der prominentesten Unternehmer und Industrieller des Deutschen Reiches im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, war besonders für seine Rolle im deutschen Stahl- und Eisenbau bekannt. Seine geschäftlichen Verbindungen zu Rohstoffmagnaten wie Anton Raky sind von großer Bedeutung, da sie die wirtschaftliche Entwicklung und die Industriepolitik des Deutschen Reiches maßgeblich beeinflussten.

Anton Raky, ein bedeutender Rohstoffmagnat, spielte eine Schlüsselrolle in der Versorgung der deutschen Industrie mit wichtigen Rohstoffen, insbesondere im Bereich Kohle, Eisenerz, Erdöl und Kalisalz.

Diese Rohstoffe waren für die Stahlproduktion unerlässlich, die wiederum die Grundlage für die industrielle Expansion des Landes bildete. Die Verbindungen zwischen Thyssen und Raky lassen sich vor allem im Kontext der wachsenden industriellen Bedürfnisse des Deutschen Reiches im späten 19. Jahrhundert betrachten. Thyssen benötigte stetige und zuverlässige Rohstofflieferungen, um seine Stahlwerke erfolgreich zu betreiben und seine Produktionskapazitäten kontinuierlich auszubauen. Raky, als einer der führenden Rohstofflieferanten, konnte diese Nachfrage bedienen. Durch geschäftliche Allianzen und strategische Partnerschaften verstärkten Thyssen und Raky nicht nur ihre jeweiligen Positionen in der Industrie, sie trugen auch zur Schaffung eines leistungsfähigen industriellen Netzwerks bei, das für das Wachstum des deutschen Wirtschaftssystems entscheidend war. Insbesondere in der Zeit der hohen industriellen Expansion, die mit dem Aufstieg des Deutschen Kaiserreichs einherging, waren solche Beziehungen von entscheidendem Nutzen.


Die Bedeutung ging jedoch über die reine Gewinnmaximierung hinaus. So waren der befreundete Raky einer der besonderen Ehrengeste beim 70. Geburtstag von August Thyssen.

Entscheidend war aber die Arbeit beider für die politische und gesellschaftliche Stabilität im Deutschen Reich, da eine florierende Industrie zu einem stärken und stabileren Staat führte.

Die Zusammenarbeit zwischen einem titanischen Industriellen wie Thyssen und einem Rohstoffmagnaten wie Raky schuf nicht nur Reichtum und Macht, sondern auch eine Grundlage für die deutsche Wirtschaft, die auf einer soliden Versorgung mit Rohstoffen basierte.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Verbindungen zwischen August Thyssen und Anton Raky nicht nur eine strategische wirtschaftliche Allianz darstellten, sondern auch eine Schlüsselfunktion im Aufstieg und der Festigung des industriellen Potentials des Deutschen Reiches hatten. Diese Beziehungen trugen wesentlich dazu bei, dass Deutschland zu einer der führenden Industrienationen der Welt aufstieg, was wiederum weitreichende Auswirkungen auf die geopolitischen Strukturen des 20. Jahrhunderts hatte.

Anton Raky und Carl Engler - die Entwicklung der Rohstoffindustrie - Oilage


Die Verbindungen von der Metallgesellschaft, heute Gea Group AG, zur Internationalen Bohrgesellschaft IBG AG und Anton Raky.

Die Metallgesellschaft AG und die Internationale Bohrgesellschaft (IBG AG) haben über verschiedene Wege zusammengearbeitet, insbesondere in den Bereichen Engineering und Materialbeschaffung für Bohr- und Fördertechnologien. Die Metallgesellschaft, als ein bedeutender Anbieter von Metallwaren und -dienstleistungen, stand oft in Verbindung mit Unternehmen, die Ressourcen im Bereich Rohstoffe und Minentechnologie benötigten. Anton Raky war eine zentrale Figur in diesem Kontext, da er als Ingenieur und Geschäftsmann sowohl in der Metall- als auch in der Öl- und Gasindustrie tätig war. Raky hatte Einfluss auf die Entwicklung technologischer Lösungen, die für die Durchführung von Bohrarbeiten erforderlich sind. Durch seine Initiativen konnten Partnerschaften zwischen der Metallgesellschaft und der IBG entstehen, die für beide Seiten vorteilhaft waren. Die Verbindungen zwischen diesen Organisationen umfassen technisches Know-how, den Austausch von Fachkräften und gemeinsame Projekte, die sich sowohl auf die Effizienz von Bohrtechniken als auch auf die Optimierung von Ressourcennutzung konzentrierten. Durch solche Kooperationen konnte die Metallgesellschaft ihre Marktstellung als Anbieter innovativer Materialien und Technologien weiter ausbauen, während die IBG von den fortschrittlichen Lösungen profitierte. Ebenfalls bemerkenswert ist der Einfluss von Anton Raky auf die strategische Ausrichtung dieser Partnerschaften. Seine Expertise ermöglichte es, die Bedürfnisse der Branche besser zu verstehen und gezielte Lösungen zu entwickeln, die sowohl den technischen Anforderungen als auch den wirtschaftlichen Aspekten der internationalen Öl- und Gasindustrie Rechnung trugen.

Der geniale Techniker und Industriegründer Raky, zeitweise mit Rohstoffmonopolen über zunfangreichen Firmenbesitz für Erdöl, Kohle, Eisenerz und Kali spendete nicht nur für seine Arbeiter ganze Wohnsiedlungen, Krankenhäuser und stiftete sogar die Kirche St Antonius in Campina. Er entwickelte noch das verbrauchte Bohrgestänge seiner Anlagen für den Brückenbau.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Verbindungen zwischen der Metallgesellschaft, der IBG und Anton Raky von gegenseitigem Nutzen geprägt waren und zur Weiterentwicklung der beiden Unternehmen sowie zur Förderung von Innovationen in der Bohrindustrie führten.


Im Jahr 2021 wurde von der Stadt Erkelenz ein mehrtägiges Symposium zu Ehren von Dr. Anton Raky ausgerichtet und ein 2 stündiger Dokumentarfilm über diesen hervorragenden Industriegründer und Mäzen in Auftrag gegeben. Der Film „Spuren“ als Ergebnis einer Recherche in zahlreichen Staaten Europas wurde deutschlandweit präsentiert und 2018 durch vier Benefizkonzerte über das Leben des Industriepioniers ergänzt.


Die Gründung der Badischen Anlin und Soda Fabrik Aktiengesellschaft und

die Bedeutung von Prof. Dr. Carl Engler bei der beginnenden Entwicklung BASF.

Die BASF, heute ein weltweit führendes Chemieunternehmen, wurde am 6. April 1865 gegründet. Ursprünglich unter dem Namen "Badische Anilin- und Sodafabrik" firmierend, hat sich das Unternehmen im Laufe der Jahre stark gewandelt und ist heute für ein breites Spektrum an Chemikalien und Lösungen bekannt. Prof. Dr. Carl Engler war eine Schlüsselfigur in der frühen Geschichte der BASF. Er trat 1865 in die Gesellschaft ein und war maßgeblich an der Entwicklung neuer Technologien und Produkte beteiligt. Engler gilt als bedeutender Chemiker, der insbesondere für seine Arbeiten auf dem Gebiet der chemischen Verfahrenstechnik und der Synthese von Farbstoffen bekannt ist. Während seiner Zeit bei BASF leistete er bedeutende Beiträge zur Verbesserung der Produktionsmethoden, was letztendlich zum Wachstum und zur Innovationsfähigkeit des Unternehmens beitrug. Seine Expertise half der BASF, sich als marktführendes Unternehmen in der chemischen Industrie zu etablieren.

Die Bedeutung von Prof, Carl Engler für die Entwicklung der Ammoniaksynthes bei der BASF

Prof. Carl Engler spielte eine entscheidende Rolle in der Entwicklung der Ammoniaksynthese bei der BASF (Badische Anilin- und Sodafabrik). In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Synthese von Ammoniak von vorrangiger Bedeutung, insbesondere wegen ihrer Anwendung in der Düngerproduktion und der chemischen Industrie. Engler war ein renommierter Chemiker, der sich mit Fritz Haber auf die Entwicklung der Ammoniaksynthese spezialisiert hatte. Sein bedeutendster Beitrag für die BASF war die Gewinnung von Fritz Haber zum Eintritt in die Firma und seine permanente Unterstützung dieses genialen Chemikers für die Entwicklung und Verbesserung des der Hochdrucksynthese, welches es ermöglichte, Stickstoff aus der Luft mit Wasserstoff zu Ammoniak zu verbinden.

Diese einzigartige neue Verfahren beruhten auf hohen Drücken und Temperaturen, die eine effiziente Reaktion ermöglichten. Englers Forschung half, die Optimierung dieser Prozesse voranzutreiben, was nicht nur zu einer höheren Ausbeute an Ammoniak, sondern auch zu einer Kostensenkung führte.

Darüber hinaus war Engler darauf bedacht, nachhaltige Methoden in der Ammoniaksynthese zu fördern, was in einer Zeit des rasanten industriellen Wachstums von großer Bedeutung war. Seine Arbeit führte dazu, dass BASF zum führenden Unternehmen in der Produktion von Ammoniak in Europa wurde.

Nur mittels der Entwicklung und von Engler begleiteten Verfahrenstechnik ist es heute möglich Düngemittel herzustellen für eine hochproduktive globale Landwirtschaft zur Ernährung von 8 milliarden Menschen.

Englers Einfluss erstreckte sich nicht nur auf die technischen Aspekte der Ammoniaksynthese, sondern auch auf die Ausbildung der nächsten Generation von Chemikern. Er war als Lehrer und Mentor aktiv, was bedeutete, dass sein Wissen und seine Fähigkeiten in die Chemieausbildung einflossen. Viele seiner Schüler trugen zur weiteren Entwicklung von Verfahren in der chemischen Industrie und speziell in der Ammoniaksynthese bei. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Prof. Carl Engler durch seine innovativen Ansätze und seine Lehrtätigkeit und zentrale Verantwortung bei der Gründung der technischen Hochschule Karlsruhe einen bleibenden Einfluss nicht nur auf die chemische Industrie Deutschlands hatte, wodurch die BASF zu einem der führenden Unternehmen in diesem Bereich wurde.


Mit dem Archiv des Karlsruher Institut für Technologie KIT werden derzeit das Tagebuch von Prof. Carl Engler und Teile seines privaten Nachlasses transkribiert und verfilmt. Ein Bericht seiner Reise mit dem Industriellen Carl Ringwald über die „Reise in den Kaukasus“ wurde 2023 pabliziert.

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Das Ende der Reise - Aufstieg zum Empyreon

End of the journey

Psalm 90 -10


Unser Leben währet siebzig Jahre,

und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre,

und wenn's köstlich gewesen ist, so ist es Mühe und Arbeit gewesen;

denn es fährt schnell dahin, als flögen wir davon.